für Dieter Schnebel zum 85. Geburtstag 2- oder 4-kanalig
Das Thema Ausklänge/Nachklänge interessiert mich seit meiner Studienzeit als Tonmeister, zunächst natürlich eher unter dem raumakustischen Aspekt. Doch sind diese Begriffe auch in übertragenem Sinne in Gebrauch. Nachklänge enthalten noch Spuren des Eigentlichen, das gerade zu Ende ist. Sie selbst sind flüchtig, doch lassen sie ahnen. In Dieter Schnebels 5 Sinfonie-Stücken für Großes Orchester (1984/85) finde ich Nachklänge einer großen Tradition auf wunderbarste Weise komprimiert – und gleichzeitig bilden sie ein eigenständiges, äußerst kunstvolles Werk. In Verehrung des Meisters, dessen Schüler ich nie war, versuchen meine 5 Miniaturen den Begriff des Nachklanges in mehrfacher Hinsicht aufzugreifen. Die Stücke basieren auf Ausklängen, auf dem Nachhall einer instrumentalen Komposition für Flöte, Cello, Mundharmonika und Toy-Piano.
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