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a taste of 2001
Odyssee für drei Soprane, acht Instrumente, Video und Klanginstallation unter Verwendung von Auszügen aus der Kurzgeschichte The Sentinel von Sir Arthur C. Clarke (2000/01)
(in Co-Autorenschaft mit Susanne Stelzenbach)

UA 08.11.2001 Kulturbrauerei Berlin, KESSELHAUS / ca. 130 min

Maacha Deubner,Sopran
Ksenia Lucic,Sopran
Katia Guedes Sopran

Kammerensemble Neue Musik Berlin

Gudrun Reschke, Oboe
Simone Otto, Saxophone
Markus Schwind, Trompete
Natascha Zickerick, Tuba
Robin Hayward, Tuba
Ekkehard Windrich, Violine
Thomas Glöckner, Violine
Yaron Satvi, Kontrabass

Stimme: Arthur C. Clarke
Video: Nico Felden

mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.


Der Titel dieser MusikTheaterInstallation bezieht sich zum einen auf den 1968 entstandenen Sience-Fiction-Film 2001: A Space Odyssey von Stanley Kubrick und Arthur C. Clarke, zum anderen geht es um das Bewußtsein des Augenblicks in 2001, also um das Hören/Sehen/Ertasten/Erspüren/Schmecken, um das Empfinden von unmittelbarer Gegenwart.

Die Länge des Filmes (ca. 2h 09 min) bestimmt auch die Länge dieser MusikTheaterInstallation, die zeitliche Struktur der Filmschnitte bildet das Raster für die musikalischen Abläufe und Aktionen, die ihrerseits das übernommene Raster mit neu Wahrnehmbarem erfüllen. Auf diese Weise entsteht ein mit dem Film in sonderbarer Resonanz liegendes musikalisches Parallelgebilde, eine Gratwanderung zwischen Distanz und Nähe zum Film und zum Jahr 2001.

Ein wichtiges Gestaltungselement des Filmes ist die Diskrepanz von Bewegungsgeschwindigkeiten zwischen der akustischen und der optischen Ebene (z.B. der Donauwalzer dreht sich schneller als die von außen gesehene Raumkapsel, das gleichförmige Schweben des Astronauten im All steht im Gegensatz zu den rhythmischen Atemgeräuschen usw.). Diese Diskrepanz, wie auch die Überlagerung von verschiedenen Zeitebenen finden durch das Prinzip der Transformation auch auf kompositorische Details Anwendung.

Die Kurzgeschichte The Sentinel (dt. Der Wächter/1948) von Sir Arthur C. Clarke bildete den Ausgangspunkt für den Film 2001: A Space Odyssey. In einer eigens für das Projekt A Taste of 2001 erstellten Aufnahme hat Sir Arthur, der 84jährig auf Srilanka lebt, Ausschnitte daraus selbst gelesen.

Eine wesentliche klangliche Komponente des Stückes wird über eine speziell dafür entwickelte Klanginstallation realisiert. Diese besteht aus fünf Plattenobjekten, die mittels Tiefton-Transducer in Schwingungen versetzt werden können. Durch ihre Anordnung bilden sie einen unregelmäßig geformten Aktionsraum, in dem sich die elf Instrumentalisten / Stimmen bewegen. An bestimmten Stellen des Raumes installierte Mikrophone ermöglichen es, während des Stückes aufgenommene Signale zeitgleich oder verzögert wahlweise in die Klanginstallation oder andere elektroakustische Schallquellen einzuspeisen.

CD-FASSUNG A TASTE OF 2001 / 1:12:12 © CDbriX 021
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